Ideenflug auf Schulbesuch

Es ging um russische Spionage, Fußballspiele des FC Bayern und Urlaub auf Mallorca. Also darum, wie die Raumfahrt unser tägliches Leben verändert.

Am 11. Dezember 2012 besuchten drei EADS-Astrium-Mitarbeiter die Bödiker Oberschule in Haselünne. Deren Schülerinnen Anna Hopster und Margarita Marker hatten mit ihrem „Anvama-Panorama-Spaceship“ beim Ideenflug 2012 den Sonderpreis für Originalität gewonnen. Ingenieur Uwe Derz war beeindruckt: „Ihr habt euch da Fragen gestellt, die mich auch jeden Tag beschäftigen, wenn ich solche Maschinen entwickle!“

 

Die 130 Schüler in Haselünne löcherten den Ingenieur mit Fragen: „Warum noch mal auf den Mond fliegen, da waren die Amerikaner doch schon?“ Antwort: „Stimmt. Aber die haben nur einen ganz kleinen Teil vom Mond gesehen. Das ist so als ob man von der Erde nur die Sahara anschauen würde und sonst gar nichts.“ Oder: „Warum fliegen überhaupt Menschen ins Weltall? Können das nicht alles Maschinen machen?“ Darauf sagte Derz: „Wisst ihr, das Bild, das wir heute von der Erde kennen, haben damals die Astronauten in der Apollo aufgenommen. Einfach weil sie so beeindruckt waren davon. Ein Roboter hätte gedacht: Ich will zum Mond, wozu soll ich die Erde fotografieren? Aus solchen Beobachtungen aus dem All ist zum Beispiel auch die Idee des Umweltschutzes entstanden.“

Astrium-Azubi Erik Post erzählte von den Ausbildungsmöglichkeiten bei EADS und von konkreten Projekten. Er und die anderen Azubis bauen gerade ein ATV nach. Das ist ein Transport-Raumschiff, das Verpflegung und Technik zur Internationalen Raumstation bringt. Auf dem Astrium-Gelände steht auch schon die Ariane-Rakete im Maßstab 1:4, also etwa zwölf Meter hoch – auch ein Azubi-Projekt. Eine Schülerin wollte wissen, ob es für die Ausbildung eine Altersgrenze gebe. „Gibt’s nicht“, sagte Erik. „Ich glaube, die jüngste Auszubildende ist 15. Du kannst also sofort loslegen, wenn du den Schulabschluss hast!“